Seelenclearing: 5 Wege, deine Seele von altem Ballast zu befreien

Seelenclearing: 5 Wege, deine Seele von altem Ballast zu befreien

Als sie reinkam, legte sie sich auf die Liege. Wie immer. Dieses Mal war aber etwas anders. Ihr ging es gerade nicht so gut.

Alles zu viel. Die Arbeit mit dem Chef, dem sie alles hinterhertragen muss.

Die Familie, in der die Kinder ganz klassische Jungs sind und eben alles rumliegen lassen. Dazu dann noch der Mann, der sich auch oft noch wie ein Junge benimmt.

Zack, schon fühlt sie sich wieder wie das Dienstmädchen der Nation.

Wer kümmert sich eigentlich um sie?

Die Schwiegermutter kommt gerne mal zum Kontrollbesuch und hat dann auch nichts anderes zu tun, als ihr Vorhaltungen zu machen: „Wie sieht es denn hier aus?“

Dabei hat sie das Gröbste doch schon weggeräumt. Aber sie kann ja nicht für jeden Besuch eine „Kernsanierung“ machen.

Bei dieser einen Klientin hatte ich immer den Impuls „Palo Santo“ anzuzünden. Das heilige Holz, das in Südamerika traditionell zur spirituellen Reinigung verwendet wird.

Anfangs hatte ich das nicht hinterfragt. Ich ging einfach davon aus, dass sie mal wieder viele Energien von der Arbeit oder von zu Hause mitgebracht hatte.

Eines Tages erzählte sie mir dann aber von Schatten, die sie immer mal wieder wahrnahm. Da wusste ich, dass da mehr zu tun ist, als ein bisschen zu Räuchern.

In diesem Artikel erfährst du:

Was bedeutet „Clearing der Seele“ eigentlich?

Das Clearing der Seele ist die Reinigung deiner Seele von unterdrückten Gefühlen.

Diese Gefühle stammen aus verschiedenen Quellen.

Manche hast du von deiner Familie übernommen.

Manche hast du in deiner frühen Kindheit erlebt.

Manche hast du in deinem späteren Leben unterdrückt.

Manche hast du direkt von Geburt an in dieses Leben mitgebracht.

Manche werden dir von deinen Mitmenschen übergestülpt.

Gibt es bei dir sowas? Brauchst du Beispiele?

Vielleicht hast du von deinen Eltern oder Großeltern immer wieder gewisse Sätze gehört:

  • Geld & Erfolg

    • „Geld verdirbt den Charakter.“

    • „Man muss sich zwischen Geld und Glück entscheiden.“

    • „Mit ehrlicher Arbeit wird man nicht reich.“

    • „Geld wächst nicht auf Bäumen.“

    • „Wenn es leicht geht, ist es nichts wert.“

  • Familie & Prägung

    • „Das war bei uns schon immer so.“

    • „Du musst etwas Sicheres lernen.“

    • „Träume sind schön, aber unrealistisch.“

    • „Sei zufrieden mit dem, was du hast.“

    • „Stell dich nicht so an.“

  • Leistung & Selbstwert

    • „Ich muss perfekt sein.“

    • „Ich darf keine Fehler machen.“

    • „Ich muss alles alleine schaffen.“

    • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

    • „Ich darf keine Schwäche zeigen.“

  • Beziehung & Liebe

    • „Man muss um Liebe kämpfen.“

    • „Ich bin nicht genug.“

    • „Männer/Frauen sind eben so.“

    • „Alle guten Partner sind schon vergeben.“

    • „Wenn ich erfolgreich bin, leidet meine Beziehung.“

  • Gesellschaft & Moral

    • „Bescheidenheit ist eine Tugend.“

    • „Eigenlob stinkt.“

    • „Man kann nicht alles haben.“

    • „Arbeit ist kein Wunschkonzert.“

    • „Das Leben ist kein Ponyhof.“

Woran du erkennst, dass deine Seele ein Clearing braucht.

Gibt es Beispiele vom vorherigen Punkt, die bei dir zutreffen?

Wenn ja, welche? Notiere diese kurz und schaue, wie sie sich in deinem Leben auswirken.

Ein Beispiel:

Nach außen hin läuft es eigentlich ganz gut.

Innerlich ist da aber so ein Gefühl …

Etwas in dir sucht nach Aufmerksamkeit.

Vielleicht deine Seele?!

Klassisch wäre zum Beispiel ein (etwas) erhöhter Blutdruck.

Erstmal ist es vielleicht nur ein Symptom. Kopfschmerzen am Morgen, Nasenbluten, Herzklopfen, Beklemmung in der Brust, Schneller Atem in den Brustkorb, Müdigkeit, wippende Beine und vielleicht auch eine stärkere Reizbarkeit.

Du gehst damit zum Arzt und dort wird dein Blutdruck gemessen. Oh, der ist erhöht! Diagnose Bluthochdruck. Klare Sache. Problem erkannt.

Und die damit verbundenen Gefahren, werden durch Medikamente gebannt.

Also ist nun alles klar? Nein!

Dein Blut ist dein Lebenssaft. Und der wird mit mehr Druck als notwendig am Fließen gehalten.

Wahrscheinlich denkst du:

„Das haben doch viele Menschen!“

„Das ist bestimmt vererbt.“

Aber was ist denn der wirkliche Grund hinter dem hohen Blutdruck? Das wird oftmals nicht untersucht, oder es wird nichts gefunden. Dann ist das ein „ideopathischer Bluthochdruck“. Das ist Fachchinesisch für: „ohne erkennbare Ursache“.

Aus meiner Sicht ist das aber nicht korrekt. Es ist ein klarer Hinweis deiner Seele, dass du einfach zu viel Druck hast.

Auf Grund der erlernten Glaubenssätze (siehe oben), siehst du das wahrscheinlich anders.

Diese Glaubenssätze wirken tief in deinem Unterbewusstsein. Sie sind auf vielfältige Art und Weise dort eingepflanzt worden.

Deine Seele ist wie ein Dachboden –
voll mit Erinnerungen, Verletzungen, Glaubenssätzen.

Was beim seelischen Clearing wirklich passiert

Sie hatte alles.

Grammys.

Millionen auf dem Konto.

Eine Stimme, die Stadien füllt.

Und trotzdem sprach Adele offen darüber, dass sie sich innerlich verloren fühlte.

Dass sie funktionierte, aber einfach nicht geerdet war.

Dass sie jahrelang Muster lebte, die nicht ihre eigenen waren.

Nach ihrer Scheidung änderte sich vieles:

Therapie.

Rückzug.

Innere Arbeit.

Nicht für die Karriere. Sonder um sich selbst zu finden!

Sie sagte sinngemäß:

„Ich musste herausfinden, wer ich ohne Erwartungen bin.“

Das ist Clearing.

Nicht das Außen verändern.

Sondern den inneren Druck lösen:

Gefallen müssen.

Perfekt sein müssen.

Stark sein müssen.

Erwartungen erfüllen müssen.

Ihr Körper war nicht krank im klassischen Sinn.
Aber dieser Druck erschöpfte ihr System.

Und erst als sie emotional aufräumte,

änderte sich ihr Leben,

änderte sich auch ihre Ausstrahlung.

Was das nun für dich bedeutet

Ruhm und Reichtum sind keine Garantie für inneren Frieden!

Clearing bedeutet also:

Nicht noch mehr kämpfen, um mehr zu erreichen,

Sondern weniger tragen.

Der allgemeine Fahrplan zum Clearing deiner Seele

1. Bewusstwerdung

Wo fühlst du dich getrieben oder unter Druck gesetzt?

2. Fühlen anstatt unterdrücken

Lass die Gefühle zu, die hochkommen. Drückst du sie wieder weg, beginnt der Kreislauf von vorn.

3. Nervensystem beruhigen

Atme!

Benutze Atemtechniken, um dein System auf Harmonie einzustellen.

4. Neu bewerten

Wenn ähnliche Situationen wieder auftreten schaust du sie dir nüchtern an.

Müssen wird so zu dürfen.

Vielleicht sagst du dir aber auch, dass du das einfach nicht möchtest.

5. Integration

Deine Reaktion auf den Reiz änderte sich. DU reagierst nun. Nicht die Verletzung in dir.

Möchtest du es konkreter? Schau dir unbedingt die nächsten Punkte genau an!

5 konkrete Wege für dein persönliches Clearing der Seele

Stark sein. Funktionieren. Haltung bewahren.

Prinz Harry wurde in ein System geboren in dem es nur um Pflichterfüllung, Erwartungen und öffentlichem Druck ging.

Jahrelang sprach er nicht über den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana.


Er verdrängte. Machte weiter. Leistete.

Dies führte zu einem Leben in Exzessen. Drogen, Alkohol und Skandale.

Irgendwann merkte er aber, dass es so nicht weitergehen konnte.

Er begann Therapie. Sprach über Trauma. Über Wut. Über Schmerz.


In der Dokureihe „The Me You Can't See“ von Oprah Winfrey sagte er sinngemäß:

Wegdrücken funktioniert – bis es nicht mehr funktioniert.

Den Tod seiner Mutter habe er jahrelang verdrängt.

Was kannst du also konkret machen? Hier sind 5 zielführende Ansätze:

Achtung! Egal welchen Ansatz du wählst. Formuliere auch jeweils eine Bitte an die geistige Welt. Wer könnte dich unterstützen?

  • Gott

  • Erzengel

  • geistiges Team

Du darfst abgeben. Du musst und solltest nicht alles alleine lösen. Wir sind als Menschen immer in einem spirituellen Netzwerk geborgen. Diese Erkenntnis nimmt unheimlich viel Druck von dir und hilft Vielen. Versuch es einfach.

1. Schreiben als Befreiung

Schreiben aktiviert andere Hirnareale als Denken.

Gedanken werden greifbar und verlieren ihre diffuse Macht.

Schreibe so, wie dir du denkst. Perfektion hat hier keinen Platz.

Freies Schreiben

Stelle dir einen Timer auf 10-15 Minuten.

Schreibe einfach so lange, wie der Timer läuft.

Kein Nachdenken. Kein Perfektionieren. Kein Korrigieren.

Ein möglicher Anfang: „Was ich mir nie erlaube laut auszusprechen ist …“

Abschiedsbrief

Wovon oder von wem möchtest du dich in diesem Brief verabschieden?

Von einem Menschen, einer Situation oder einer alten Version deiner Selbst.

Drück alles aus. Auch wenn es dir vielleicht schwer fällt.

Wir sind es einfach nicht mehr gewohnt unsere Gefühle in Worte zu packen.

Das ist auch der Grund, warum sie so lange brodeln wie ein Vulkan. Irgendwann müssen sie ausbrechen.

Dabei erzeugen wir aber leider oft neue Trauma. Meist bei den Menschen oder Tieren die uns eigentlich nahe stehen. Dort fällt es uns nämlich leichter „aus unserer Haut zu fahren“.

Das heißt: Die Falschen werden von den unterdrückten Gefühlen getroffen! Schreibe also alles auf! All die Wut, all die Enttäuschung, all die Traurigkeit. Im Anschluss finde auch positive Gefühle, die sich einstellen. Besonders die Dankbarkeit ist sehr wichtig.

Hier nun Schritt für Schritt:

  1. Schritt: Wähle, wem oder was du schreibst und schreibe den Namen oben auf das Blatt.

  • Ein Mensch

  • Eine alte Beziehung

  • Ein jüngeres Ich

  • Eine Situation

  • Ein Glaubenssatz

  • Eine Angst

  1. Schritt: Lass alles raus, was lange keinen Raum hatte. Beginne beispielsweise so:

  • „Was ich dir nie gesagt habe ist, …“

  • „Was mich wirklich verletzt hat war, …“

Sprich auch die Gefühle an, die sich dir zeigen. Spüre richtig rein!

Hier sind mögliche Gefühle, die oft unterdrückt werden:

  • Wut

  • Enttäuschung

  • Trauer

  • Ohnmacht

  • Scham

  • Eifersucht

  • Einsamkeit

  • Bitterkeit

  • Überforderung

Alles was kommt wird niedergeschrieben. Du gibst es dabei ab. Das wird eh keiner lesen, außer dir selbst. Wenn nichts kommt benenne die Leere. Wenn Tränen kommen benenne auch das. Wenn Widerstand kommt, wird auch der zu Papier gebracht.

  1. Schritt: Benenne dein verletztes Bedürfnis

  • Was hättest du gebraucht?

Auch hier habe ich Beispiele für dich:

  • „Ich wollte nur gesehen werden.“

  • „Ich wollte Sicherheit.“

  • „Ich wollte geliebt werden.“

  • „Ich wollte gelobt werden.“

  • „Ich wollte dazu gehören.“

  1. Schritt: Wandle den Ton

Es ist wichtig, dass du nicht einfach im Trauma stecken bleibst. „Suhle“ dich nicht ewig in den Gefühlen von damals. Du hast sie nun gefunden und an das Papier abgegeben. Nun ist es an der Zeit all dem einen Sinn zu geben und es in ein positives Licht zu rücken.

Beispiele:

  • „Ich erkenne an, dass ich damals mein Bestes gegeben habe.“

  • „Ich entlasse dich nun aus meinem inneren Kampf.“

  • „Ich bin dankbar, dass …“

  • „Ich habe … gelernt und erkenne, dass es Teil meiner Biografie sein musste. Nur so kann ich heute sein, wer ich bin.“

Nutze gern auch das Hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono. Dazu verwendest du die folgenden Sätze in der vorgegebenen Reihenfolge:

  1. Es tut mir leid.

  2. Bitte verzeih mir.

  3. Ich danke dir.

  4. Ich liebe dich.

Warum wirkt es jetzt, als ob du schuldig wärst? Weil es hier nicht um Schuld geht. In meiner Wahrnehmung geht es um Meilensteine, die uns zu dem Machen, was wir heute sind. Dazu erkläre ich in einem späterem Blog-Artikel mehr.

  1. Schritt: Aussicht auf die Zukunft und Loslassen

Beende deinen Brief mit einem positiven Satz für dein zukünftiges Ich.

„Ich habe … gefühlt und in Licht und Liebe gewandelt. …“

Zum Beispiel:

  • „… Nun nehme ich meine Kraft zurück.“

  • „… Ich wähle inneren Frieden.“

  • „… Ich gehe jetzt meinen eigenen Weg.“

  • „… Ich bin frei.“

Loslassen kannst du im Anschluss durch BEWUSSTES:

  • Zerreißen des Briefes.

  • Verbrennen des Briefes.

Und dann atme.

Dabei muss nichts weltbewegendes geschehen. Hab Vertrauen, dass es nun vorbei ist. In den nächsten Wochen wirst du wahrscheinlich spüren, wie es dir besser geht. In ähnlichen Situationen wirst du entspannter reagieren können. Nicht mehr getrieben von dem Trauma.

Trigger-Tagebuch

Diese Technik verwende ich beispielsweise beinahe täglich. Schreibe ein Tagebuch, welches sich mit deinen Triggern und den damit verbundenen Emotionen beschäftigt.

Mögliche Fragestellungen:

  • Wann wurde ich emotional stark aktiviert?

  • Was genau hat mich getroffen?

  • Welche alte Geschichte könnte dahinter liegen?

Auch hier ist es wichtig, dass du alles schreibst, was kommt. Egal wie töricht es sich für dich in dem Moment anfühlen mag. Es ist deins und es ist deine Wahrheit. Damit lernst du dich so zu akzeptieren, wie du bist. Auch hier solltest du nicht im Negativen stecken bleiben. Geh weiter. Wandle es für dich in etwas Positives. Mit etwas Übung wirst du die zu Grunde liegenden Muster erkennen.

2. Vergebungsarbeit

Vergebung ist etwas Essentielles. Dabei heißt du die Situation nicht gut. Sondern du löst sie für dich auf.

Selbstvergebung

Satzformel: „Damals wusste ich es nicht besser. Heute weiß ich mehr.“

Hand aufs Herz, bewusst sprechen.

Vergebung anderer

Nicht für die anderen, sondern für dich.

Innere Visualisierung: energetische Verbindung lösen.

Ritualisierte Formate

Zettel beschriften und loslassen (Wasser, Feuer)

Geführte Meditation

Symbolischer „Schnitt“ (z. B. Schnur durchtrennen)

3. Körperarbeit

Emotionen sind biochemische Prozesse.

Sie müssen durch den Körper.

Unterdrückte Emotionen speichern sich im Körper. Oft sind sie für uns Übersäuerungen, die wir als Verspannungen wahrnehmen. Die verspannte Schulter oder der verspannte Rücken zeigen sich dabei sehr spürbar. Bei Verspannungen im Bereich der Organe und im Fettgewebe sieht es da schon anders aus.

Durch Körperarbeit kannst du diese Verspannungen langsam aber sicher abbauen. Hier ist es wichtig, dass du reichlich gutes Wasser trinkst. Nur so kann sich dein Körper von den Säuren und Giften lösen. Auch hier wird es einen extra Artikel dazu geben.

Alle hier dargestellten Übungen sind exemplarische Vorschläge. Ich kann unmöglich alles im Detail darstellen.

Atemübungen

Der Atem ist die direkte Verbindung mit deinem unbewussten Nervensystem. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage ihre Verdauung, ihren Herzschlag und andere unbewusste Prozesse im Körper direkt zu beeinflussen. Aber deinen Atem kannst du beeinflussen und somit auch die anderen Prozesse über diesen Umweg steuern.

Hier ein Beispiel. Versuche es doch am besten jetzt direkt:

4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen

Längeres Ausatmen beruhigt den Sympathikus

Bewegung

Boxen gegen ein Kissen

Krafttraining

Auf der Stelle Hüpfen und Schultern dabei bewusst locker lassen

Löwenschrei

Es ist eine Übung aus dem Yoga. Eine Kombination aus Haltung und Atmung

Dabei löst du Spannungen im Kiefer. Du stimulierst deinen Entspannungsnerv. Bringst Wut und Frust zum Ausdruck. Entlädst den angestauten Druck.

Das sieht vielleicht nicht schön aus, hilft aber ungemein. Ich durfte das schon in zahlreichen Momenten testen. Beispielsweise, als ich mit der Deutschen Bahn unterwegs war und einfach gar nichts funktionierte, wie geplant.

  1. Suche dir einen Ort, wo du 1 Minute unbeobachtet bist.

  2. Setze oder stelle dich aufrecht hin.

  3. Atme tief ein.

  4. Öffne deinen Mund weit.

  5. Strecke die Zunge so weit wie möglich heraus.

  6. Spanne auch Hals und Bauch an. So als würdest du wirklich aus voller Kehle Schreien.

  7. Und dann: Lass alles mit einem kräftigen „Haaaaa“ hinaus.

  8. 3–5 Wiederholungen.

  9. Danach kurz nachspüren.

4. Energiearbeit

Wirkt oftmals sehr subtil, aber auch hier kannst du danach eine Leichtigkeit spüren.

Meditation

Konzentriere dich auf den Bereich, wo du das Gefühl spürst. Es zeigt sich und du lässt es zu, bis es weniger wird und geht. Du solltest so lange hinspüren, bis es von allein geht.

Visualisierungen

Stell dir das Problem als Rucksack voller Steine oder als Kiste vor. Hole die Steine Stück für Stück raus und übergebe sie einer Säule aus Licht und Liebe.

Chakra-Arbeit

In welchem Chakra sitzt das unterdrückte Gefühl, wenn du an die Situation denkst? Bitte um Heilung und Reinigung deines Chakras. Dabei ist es essentiell, dass du die hochkommenden Gefühle zulässt!

5. Professionelle Begleitung

Kennst du das jesuanische Gleichnis vom Balken und dem Splitter aus der Bergpredigt?

„Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders,
und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen:
Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen –
und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?
Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge;
danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.“
– Evangelium nach Matthäus 7,3–5

Jeder hat zu gewissen Themen den ein oder andern Balken im Auge. Da ist es wichtig, dass man sich Unterstützung holt. Ich treffe mich wöchentlich mit Kollegen aus meinem Netzwerk. Gemeinsam lösen wir die Balken auf.

Oft ist es für Andere super leicht das Thema zu erkennen, um das wir selbst Wochen oder Monate gekreist haben. Das muss nicht sein!

Coaching

Suche dir ein Coaching, das sich stimmig für dich anfühlt. Hierbei steht oft das zu erreichende Ziel im Mittelpunkt.

Therapie

Es gibt diverse Therapien, deren Fokus auf der Lösung von unterdrückten Gefühlen liegt.

Häufige Missverständnisse über seelisches Clearing

Hast du schon mal ein Video gesehen, wo ein Gebäude gesprengt wurde? Beeindruckend, oder? Aber was wir oft nicht genau sehen, ist der Schutt der übrig bleibt.

Ist dir auch aufgefallen, dass die Sprengung immer am Fundament beginnt und nach oben verläuft?

Viele Therapien tragen das Gebäude Stück für Stück von oben nach unten ab. Das dauert länger, ist aber nicht falsch.

In unserem Bild ist es das Fundament des Gebäudes und somit das eigentliche „Urtrauma“. Diese Arbeit ist dennoch wertvoll und legitim. Jeder geht in seinem Tempo vor.

Was bedeutet das nun für ein Clearing?

Nur weil du einen Teil des Traumas bewältigt hast, ist es nicht vollständig gelöst!

Und selbst wenn du direkt beim Fundament beginnst, ist damit der Schutt noch nicht beseitigt.

Der Vorteil: Die geistige Welt begleitet die Aufräumarbeiten. Dein Körper verarbeitet die Emotionen Stück für Stück. Das braucht Zeit und ist nicht immer angenehm. Manchmal sind es Stunden, manchmal Tage, manchmal Wochen.

Aber du weißt dann, dass der Prozess läuft und kannst dich auf das Endergebnis freuen.

Es ist unrealistisch zu glauben, dass du in nur einer Sitzung alles beseitigen kannst.

Wer direkt am Fundament arbeitet, setzt an der Ursache an.

Doch selbst dann braucht es Zeit, bis sich der „Staub“ gelegt hat.

Immer wieder begegnen mir Menschen, die der Meinung sind, dass sie keine schlimmen Themen oder Traumata mit sich herumtragen. Aus ihrer Sicht gibt es immer Menschen, die es viel schlimmer getroffen hat.

Das mag nach allgemeinen Gesichtspunkten auch so sein. Aber ist das wirklich so?

Manche Ereignisse wirken stärker als andere und das wiederum ist sehr individuell vom jeweiligen Menschen abhängig.

Doch was in dem Menschen konkret vorgeht, kann keiner wirklich erahnen.

In meiner Arbeit musste ich das lernen. Manchmal dachte ich: „Das ist doch gar nicht so schlimm.“ Die Reaktion der Klienten bewies mir aber, dass es für sie eben doch sehr schlimm war.

Vor einiger Zeit sprach ich mit einer Frau. Ihre Zeit in der Schule war die schönste Zeit ihres Lebens. Sie konnte einfach überhaupt nicht verstehen, dass es Menschen gibt, für die das nicht so war.

Mobbing in der Schule, über viele Jahre hinweg. Das prägt manche Menschen bis ins hohe Alter.

Im Gegensatz dazu las ich ein Buch, in dem die Autorin den Missbrauch in ihrer Familie beschrieb. Sie wurde nicht nur vom Vater missbraucht. Später übernahm auch ihr großer Bruder dieses Verhalten. Und zum Schluss sogar ihr kleiner Bruder.

Diese Frau hat sich angepasst. Ihr Nervensystem hat gelernt mit dem Missbrauch umzugehen. Mit therapeutischer Hilfe konnte sie sich vom Trauma lösen.

Gleiches gilt für Schmerz. In meiner Laufbahn habe ich auch viel mit Massagen gearbeitet. Gerade die Elemente der chinesischen Heilmassagen sind oft eher schmerzhaft. Wie individuell Schmerz empfunden wird zeigt dieses Beispiel:

Als ich zum Praktikum in China war, saß eine „kleine zerbrechliche“ Chinesin vor mir. Ich sollte sie massieren. Ich drückte die Punkte und nach einer Zeit fragte sie etwas den Professor, der alles beobachtete. Der Übersetzer gab die Frage weiter: „Wann fängt er denn an zu massieren?“

Ich passte daraufhin den Druck an. Mein Daumen schmerzte schon.

Als ich wieder daheim war und das Gelernte anwenden wollte hätte ich mir fast eine Ohrfeige eingefangen. Für meine europäische Patientin war das deutlich zu viel.

Also nochmal: Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie ein Mensch etwas empfindet. Nur dieser Mensch selbst.

Hier nochmal in Stichpunkten:

  • Clearing braucht Zeit. Wie lange lässt sich selten voraussagen.

  • Du musst nicht alles alleine schaffen.

  • Loslassen ist kein Verlust. Du kommst mehr zu deinem Kern.

  • Auch anscheinend starke Menschen haben alte Traumata.

  • Ein bearbeitetes Thema kann wieder kommen. Meist aber in einem anderen „Kleid“.

  • Trauma ist subjektiv. Jeder fühlt es auf seine ganz eigene Art. Nur das zählt!

So kann ich dir helfen beim Clearing deiner Seele

Ich arbeite mit einer Kombination aus diversen Techniken. Die Basis ist immer deine eigene Arbeit. Immerhin ist es DEIN Leben und DU solltest es mit Hilfe der geistigen Welt in die Harmonie bringen. Bewährt haben sich hier das „Freie Schreiben“ und das „Triggertagebuch“.

Um schneller diverse Themen mit einem Mal zu lösen arbeite ich mit 9D Breathwork. Das ist eine moderne, körper- und nervensystem-orientierte Atemarbeit, die bewusstes Atmen mit immersiven Klängen, Frequenzen und Coaching-Elementen verbindet. Sie arbeitet auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene und aktiviert den parasympathischen Teil deines Nervensystems.

Ein Großteil der integrierten Techniken sind entweder bereits durch Studien belegt oder haben zumindest eine lange Tradition in Coaching und Therapie. Außerdem gibt es ein spezielles Protokoll, was ihnen Hilft viele Aspekte des Clearings in nur 21 Tagen zu bearbeiten.

Für die ganz großen Schritte auf deiner Reise zu dir selbst verwende ich die P.E.A.C.E.-Methode nach Heilpraktiker Loidl. Dort suchen wir gemeinsam intuitiv nach dem wahren Ursprung der Themen und lösen sie nicht nur Schicht um Schicht. Dafür wird es in Zukunft auch einen Kurs geben.

Magst du eine Metapher? Mit meinen Klienten spreche ich oft vom inneren Garten. Die Pflege von Rasen und Beeten übernehmen sie selbst. Dazu nehmen sie an den 9D Breathwork Journeys teil und machen auch daheim Atemübungen.

Die Bäume verschneiden sie auch selbst, zumindest dort, wo sie ran kommen. Dazu verwenden sie die diversen schriftlichen Techniken.

Das „Unkraut“, was aber hartnäckig ist und die Äste, wo sie nicht ran kommen, bearbeiten sie gemeinsam mit mir in der P.E.A.C.E.-Methode.

Dadurch benötigen sie weniger Termine mit mir und sind nicht nur Beobachter ihrer Heilung. Sie haben konkret Anteil daran und gestalten sie selbstständig mit. So werden sie vom Gelebten zum Lebenden.

Ich bitte um Beachtung:
Jegliche Aussagen auf dieser Seite beziehen sich auf meine gemachten Erfahrungen.
Es werden ausdrücklich keine Heilversprechen gegeben.

© Julius Etourno – Erstellt mit systeme.io